Die Restschuld und ihre Bedeutung

Wer sich für eine Immobilienfinanzierung interessiert oder möglicherweise sogar bereits ein solches Darlehen abgeschlossen hat, wird häufig auf den Ausdruck Restschuld treffen.

Restschuld

Oft wird dieser nicht näher von der zuständigen Bank erläutert, was alles andere als ideal ist. Zu häufig verstehen Kreditnehmer und Geldgeber nämlich nicht dieselbe Bedeutung hinter diesen Worten.

Was ist eine Restschuld?

Folgende Bedeutungen hat der Ausdruck Restschuld gängig:

  • Die verbleibende Schuld bis zum Ende der Zinsbindung
  • Die verbleibende Schuld bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens
  • Noch nicht zurückgezahlte Gelder, die eigentlich inzwischen getilgt sein sollten

Tatsächlich beschreibt ganz offiziell jedoch nur Variante eins den Ausdruck: Eine Restschuld ist die Summe, die bis zum Ende der Zinsbindung noch gezahlt werden muss.

Weshalb ist die Restschuld wichtig?

Neben dem offensichtlichen Grund, dass man wissen sollte, wie hoch man bei anderen Personen in der Kreide steht, ist diese Schuld aber auch noch an anderer Stelle von Bedeutung:

Sie ist ca. zwei Jahre vor Ablauf der aktuellen Bindung die Basis für die Verhandlungen über die nächste Zinsbindung. Je höher die verbleibende Schuld ist, desto größer fällt der Zinssatz für die nächste Bindungsrunde aus.

Wie berechnet man die Restschuld?

Bei einer normalen Rückzahlung, die ohne Störungen oder Änderungen verlaufen ist, zieht man den Tilgungsplan zu Rate, den man von der Bank bekommen hat. Hier errechnet man, welche Summe im Laufe der Zinsbindung zu tilgen war und wie viel zurückgezahlt wurde.

Ein Hinweis: Die Zinsen, die bis zum Ablauf der Zinsbindung zu zahlen sind, gelten ebenfalls als Teil der Restschuld.

Wem dies zu kompliziert ist, der kann auch den Kreditrechner für Immobilien verwenden, um die verbleibende Schuld zu ermitteln.